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Sonntag, 21. Dezember 2008

5 Last-Minute Weihnachtsgeschenke für Geeks und ihre Familie

Na, die Vorweihnachtszeit wieder eher mit Twittern, in Second Life, Friendfeed oder Facebook verbracht? Gerade festgestellt, dass es nur noch drei Tage bis Weihnachten sind? Hier sind ein paar Ideen für Geeks und deren Freunde und Familien auf die letzte Minute - von 5 bis 189 Euro.
Alle folgenden Geschenke gibt es noch bei Bestellung vor Montag 18:00 Uhr bei Amazon.de mit Liefergarantie zum 23.sten (Overnight-Express)!

1. Für WoW-, Twinity- und Second Life-Abhängige: Ein Buch über das Metaversum der Zukunft
2. Für Gourmets und Gadget-Fans: Digitale Löffelwaage
3. Für virtuelle Sportskanonen: Tennis-und Golfschläger-Aufsatz für Wii Remote
4. Für verkappte Rocker: Gitarren und mehr für PS3 und Wii
5. Für Google Earther und 3D-Spezis: Spacenavigator 3D-Maus

1. Ein Buch (!): Rainbows End von Vernor Vinge (5,70 €)
Ja, ein Buch - aber es geht um virtuelle Welten. Rainbows End beschreibt eine Zukunft, die den Nerds von heute nicht nur extrem wahrscheinlich vorkommt, sondern deren Technologien bereits überall in Ansätzen im Einsatz sind.

Augmented/Mixed Reality, Web3.D, Web2.0, WIKI, MMORPGs, KI, QR-Codes, Theme Parks, Langlebigkeit, Human Interfaces, Wearable Computers, Second Life’s Kreationsmöglichkeiten, Word of Warcraft Gilden, Creative Commons Licensing, Genetic Engineering…alles weitergesponnen und elegant eingebettet in einen packenden Thriller. Ein Muss für jeden, der sich für unsere globalisierte, kabellose, vernetzte, kollaborierende, paranoide und verspielte Zukunft interessiert. Dank noch einmal an Markus Breuer, der mir das Buch einfach eines Tages mitgebracht hat. Noch mehr Bücher: Die beiden Klassiker Snow Crash und Otherland (beide unter 10 Euro!) zeigten uns in den Neunzigerjahren, wie dreidimensionale virtuelle Online-Welten knapp zehn Jahre später aussehen würden (naja, fast!). Bei Otherland halten nur Hardcore-Fantasy-Fans die kompletten vier Bände druch, aber den ersten Band kann ich wärmstens empfehlen! Gehört ins Regal eines jeden echten Metaverse Enthusiasten.


2. Digitale Löffelwaage für Feinschmecker und Perfektionisten, die schon alles haben: Sunartis ES559A (19,98 €) oder für Markenliebhaber die Chromvariante von WMF (29,97 €)

Ein Muss für Gourmets und Küchenfeen oder Genießer, die sowieso schon alles haben. Eine ähnliche wurde gerade in WIRED gefeatured (für Geeks eine Auszeichnung).
Hier der Originaltext von Amazon: "Mit dieser Digitalen Löffelwaage kommt auch Ihre normale Küchen-Waage meist nicht mehr mit. Durch die digitale Löffelwaage lassen sich sogar wenige Tropfen Flüssigkeit exakt abwiegen - für alle feinen Dosierungen von 0,1g - 300g eignet sie sich besser, als alles bisher dagewesene! Die digitale Löffelwaage ist perfekt zur Einhaltung des Diätplans oder der korrekten Dosierung von getrockneten Kräutern."

3. Golfen im Wohnzimmer: Nintendo Wii - Sports Pack 1: Tennis-und Golfschläger-Aufsatz für die Wii-Fernbedienung (19,95 €)

Auf den Golf- oder Tennisplatz an der frischen Luft bekommt man den Geek sowieso nicht, aber er/sie hat eine Wii Konsole mit Wii Sports und schwärmt davon, dass man sich damit im Wohnzimmer fit halten kann (ich gehör zu denen)? Mit diesem Aufsatz ist die Illusion fast perfekt. Voraussetzung: Wii Konsole und Wii Sports Pack.
Hier gibt's ein Wii Lenkrad für schlappe 9 Euro. Wie das aussieht, wenn man so Sport macht? Hier sind etliche Videos vo Menschen in Wii-Action. Man kommt richtig ins Schwitzen, vor allem beim Tennis, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Frauen und Mädels stehen übrigens vor allem auf's Wii-Fit Balance-Board. Dazu muss man sich aber in ein echtes Geschäft bewegen - Amazon kann's nicht mehr rechtzeitig liefern :-(



4. Hausmusik für Konsolensüchtige - Luftgitarre mit WiFi-Power:
Guitar Hero World Tour Bundle mit Gitarre für die PS3 (70,40 €) oder Wii Konsole

Die Kinder hängen nur noch an der PlayStation3 herum, die sie letztes Jahr zu Weihnachten bekommen haben und wollen partout keinen Musikunterricht nehmen? Mit der kabellosen Gitarre (im Bundle enthalten), Drumpad und dem Mikrofon (17,90 €) der Guitar Hero Spiele will jeder rocken.



Für Nintendo Wii Konsolen: Wenn alle gemeinsam rocken möchten, klappt sogar noch das Guitar Hero Super Bundle inklusive Gitarre, Drums, Mikrofon und allem eben (189 Euro). Bisschen teuer? Hier gibt's die Guitar-Hero Gitarre für Wii Konsole pur für 69 Euro.




5. Für Google Earther, Second Lifer und 3D-Künstler: Spacenavigator 3D-Maus (49,97 €)

3D-Navigation ohne Tastaturakrobatik: Mit der Mit dem Spacenavigator, einer USB-3D-Maus von 3Dconnexion, kann man nun viel intuitiver durch Second Life und Google Earth navigieren, O bjekte bauen oder z.B. durch die leichtere Kameraführung ohne Tastaturakrobatik 3D-Filme (Machinima) drehen.
Die 3D-Maus läuft ab Second Life 1.20 (Release Candidate) unter Windows/Mac/Linux, unterstützt neben SL auch Google Earth und etliche 3D-Anwendungen (z.B. Blender, Maya, Photoshop) und es gibt sie in verschiedenen Ausführungen (z.B. extra leicht für Notebooks - diese aber leider nicht mehr vor Heiligabend)

Schöne Weihnachten!
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Dienstag, 16. Dezember 2008

Teenager wollen Xbox, Wii oder Handys zu Weihnachten


Das sagt die neueste Habbo Studie jedenfalls. Meine keine Schwägerin (komplizierte Familiengeschichte - sie ist 9 Jahre alt) - wünscht sich zu Weihnachten eine Wii Konsole mit Balance-Board (Ski-Slalom!) und und spart bereits seit einem Dreivierteljahr darauf.

Das ist nicht repräsentativ, aber aus England liegen echte Zahlen vor, die den Trend zu Spielkonsolen wie Xbox, Wii, PlayStation 3 und Handy (Nokia oder iPhone) untermauern - in dieser Reihenfolge. Ach ja - Markenkleidung ist natürlich ein zeitloser Renner, Nike und Adidas ganz vorne an - jedenfalls laut einer neuen Habbo Studie unter 4.500 Teenagern aus Großbritannien:

"Video games and mobile phones are by far the most desired gifts. In a survey of more than 4,500 UK teens (36% female and 64% male) aged 11 - 18, 39 % really want a games console or PC . The top brand is Xbox with 20%, followed by the Wii (19%) and Sony's PlayStation 3 at 15 per cent.

Mobile phones are also sought after with Sony Ericsson branded phones the favourite choice (34%) followed by Nokia, then the iPhone.
Apparently clothes will also make your teenager break into a smile, with sports brands Nike and Adidas the most popular."

Quelle: Gamesindustry.biz und Brand Strategy Magazine

Weitere Habbo Umfrage Mai 2008: The Global Habbo Youth Survey

Macht ihr ähnliche Beobachtungen? Was steht bei euren Kindern/Verwandten/Bekannten auf dem Wunschzettel?
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Samstag, 13. Dezember 2008

Jumpstart - clevere virtuelle Welt für Kinder: Lernsoftware als Abenteuerspiel getarnt

Die Amerikaner machen es mal wieder vor: Jumpstart, online 3D Lernwelt von Knowledge Adventure, ist jetzt mit ihrer ersten virtuellen Welt für 3-5-Jährige in die offene Testphase gestartet. Die phantasiereichen virtuellen Landschaften und Spiele laufen in allen gängigen Browsern auf Mac und Windows (dank des winzigen Unity3D Webplayer Plugins).

Das Konzept ist vielversprechend: im Gegensatz zu deutscher Lernsoftware, die versucht, trockenen Stoff "spaßig" zu verpacken und dabei immer eher belehrend daherkommt (Beispiel: Bertelsmanns "Scoyo.de", die mit dem Satz "Was möchtest du heute lernen?" anfangen), lernen Kinder hier buchstäblich nebenbei: Sie vergnügen sich einfach pausenlos in Abenteuern und Spielen, die ihnen unmerklich Logik und Fakten beibringen. Macht wirklich Spaß. Weitere virtuelle Lernwelten für 6-10-Jährige nach demselben Konzept folgen März/April 2009 (Vorschau siehe Videos).




Szene aus dem Segment für 6-10-Jährige.

Eltern sollen später für die Vollversion monatlich 7,99 US$ zahlen (pro Familie, egal wie viele Kinder). Momentan gibt es erst ein Spiel, das man mit anderen Kindern gemeinsam spielen kann (Multiplayer); das wird jedoch entsprechend der steigenden sozialen und kommunikativen Kompetenzen immer weiter ausgebaut.

Das Ganze läuft auf Unity3D, einer preisgekrönten Plattform für Spielentwickler (MacOS), die diverse Plattformen unterstützt wie Windows, Mac, Web, iPhone und Nintendo Wii.

Übrigens: Da die aktuell eröffnete Lernwelt für 3-5-Jährige natürlich ohne Texte und Keyboard auskommt und viele Kinder sowieso schon Englisch in der Kita lernen (die virtuellen Helfer sprechen englisch), würde ich auch deutschsprachigen Eltern empfehlen, einfach mal mit ihren Sprösslingen reinzuschauen. Besser als Teletubby-Verdummung ist das allemal.

Jumpstart - Online 3D Welt zum Spielen mit Köpfchen
Mehr Videos (Trailer)
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Dienstag, 2. Dezember 2008

Warum PlayStation Home die Welt der Spielkonsolen revolutionieren wird

pshome
"PlayStation Home gives you a neutral space where you can really get to know someone. Even in the real world now if you're a gamer and you want to get to know other gamers, there really is nowhere left to go."
[Sony PlayStation Home Director Jack Buser]

Ich spiele keine Computerspiele - es sei denn, zwei Tage Spore Origins-Marathon auf dem iPhone zählen mit. Trotzdem besitze ich seit Anfang des Jahres eine Wii-Konsole mit Balanceboard (Sport! Fitness!) und überlege seit einiger Zeit, mir eine Sony PlayStation 3 Konsole zu holen - als Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Der einzige Grund dafür ist PlayStation Home - eine Art virtueller, hochrealistischer 3D Vorhof für PS3 Besitzer, wo man sich treffen und kennen lernen kann, bevor man (evtl.) miteinander etwas spielt. Natürlich alles online.

Wozu dann extra eine Spielkonsole kaufen, in Second Life kann ich doch auch Leute treffen und gemeinsam etwas unternehmen? Das stimmt - aber der Weg dahin ist immer noch ganz schön lang und beschwerlich. Bis ein Newbie mal seinen Avatar so zurechtgemacht hat, bis er ihm gefällt, können Wochen ins Land gehen. Viele lassen es einfach und kommen nie wieder - denn entweder muss man Photoshop-Experte sein oder tagelang shoppen gehen, um teure "Skins" (Haut) zu kaufen. Von den Stiernacken, die man z.B. in der virtuellen Mirror-World Twinity als Frau wirklich kaum wegkriegt, mal ganz abgesehen (hat jemand es geschafft?). (UPDATE: Metaversum arbeitet bereits an einer neuen weiblichen Avatarform, die mit dem "nächsten Deploy" ausgeliefert wird.)

In Home sehen die Spieler schon nach wenigen Minuten nicht mehr wie Newbies aus, da auch Anfänger mit Leichtigkeit ihren eigenen Avatar individualisieren können. Und ihr Apartment einrichten. Der Vorteil: Es verläuft sich nicht so stark wie in Second Life oder auch Twinity. Denn es geht ja für die meisten nur um eins: Leute treffen, Zeit vertreiben - wenn man gerade nicht Besseres im realen Leben zu tun hat. Welten bauen können wir weiterhin in Second Life.

Warum ich mir also eine PS3 kaufen will obwohl ich gar nicht spiele und wieso ich denke, dass die PlayStation Home das Genre Computerspiele revolutionieren wird, habe ich gerade in meinem anderen Blog geschrieben - in englisch.
Wer sowieso keine Zeit hat, den ganzen Artikel zu lesen möge sich wenigstens der Videos erfreuen :-) Ach so - und wer nicht der Meinung ist, dass PlayStation Home ein Vorbote der Gattung "Social Virtual World auf Spielkonsolen" ist möge das doch gerne kommentieren.



Easily customize your avatar. You don't need to be a Photoshop expert and don't have to pay extra (like in Second Life). Ok, you do have to pay for fancy cloths in Home as well - that's the same in any virtual world.




That's what people do if you give them the opportunity...

Hier gibt's noch ein hochauflösendes Video mit PS Home Impressionen von g4TV.com. PlayStation Home befindet sich noch immer in geschlossener Betaphase, soll aber definitiv noch vor Ende dieses Jahres endlich für alle verfügbar werden.
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Dienstag, 22. Juli 2008

Schöne Neue Welten: It's Not a Game Console, It's a Community


Nintendo Manager Reggie Fils-Aime, (l) President Nintendo America Inc. und VP Cammie Dunaway (r) demonstrierten auf der E3 das Gemeinschaftserlebnis der Wii-Spielkonsole (Bild: Standard.at)

Deutschsprachige Nachrichtenmagazine (z.B. Handelsblatt, Standard.at) berichten über die Veränderungen, die sich im Spielkonsolenmarkt vollziehen: Der Trend zum Social Gaming, angefeuert durch die seit letzem Jahr immer größer werdenen Beliebtheit von sozialen Netzwerken wie Facebook und MySpace sowie den Erfolg der Wii-Station, Nintendos "Familien-Konsole" (s.u.). Der Trend andersherum: Mit dem Projekt TheGame08 ruft MySpace junge Entwickler in Ländern wie China, Japan, Korea oder Indien dazu auf, Applikationen für Casual Games zu programmieren, die dann auf der (Web-)Plattform integriert werden.
Außerdem gibt es kaum noch neue Spiele, die nicht hochrealisitisch, dreidimensional, online und Multi-Player sind.

Parallel dazu entstehen im Internet immer mehr virtuelle 3D-Welten, die sich im Gegensatz zu Vorreiter Second Life vor allem mehr als Teil des "normalen" Webs verstehen und teilweise schon direkt im Web-Browser laufen. Diese neuen dreidimensionalen Web-Welten zeichnen sich vor allem durch folgende Merkmale aus:
  • Einfache, leichtgewichtige Technologie: man benötigt nur einen Web-Browser und ein Plug-In, das sich innerhalb von Minuten installiert
  • Niedrige Lerkurve: Im Gegensatz zu Virtuellen Welten wie Second Life kann man sich innerhalb von Minuten bewegen, unterhalten und mit ein paar Mausklicks eigene Räume gestalten
  • Integration in soziale Netzwerke: sie sind integriert in oder vernetzt mit bekannten sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace, YouTube, Flickr, AIM
  • Junge Zielgruppe: sie richten sich an "Tweens" - junge Leute zwischen 13 und 26 Jahren
  • It's social: Es geht praktsich nur um eins: Socializing - eine weitere Möglichkeit, Leute kennen zu lernen, sich auszutauschen, sich ein MySpace in 3D einrichten oder in 3D zusammen shoppen gehen

Beispiele hierfür sind Vivaty, Google's Lively, Exitreality, 3B Rooms und Just Leap In - alle in Beta und außer Just Leap In momentan nur unter Windows lauffähig. Auch Lösungen, die nichts weiter als Adobe's Flash Plugin benötigen, sind bereits am Start: z.B. WebFlock von ESC, einer der bekanntesten Virtual Worlds Agencys im internationalen Markt (Sebastian Küpers schrieb kürzlich darüber (englisch)). WebFlock soll die Entwicklung web-basierter virtueller Welten erleichtern, ist allerdings recht kostspielig (knapp 100.000 US$ Jahreskosten).

Zum Reinschnuppern: Hier mein virtual Office in Lively und ein Raum zum Experimentieren in Exitreality und ein Screenshot für Mac User (ja, ich bin auch einer, aber was tut man nicht alles):


Screenshot einer Lively-Szene in einem international besuchten Café

Nintendo, wegen der grafisch unterentwickelten "Mii" Mini-Avatare gern von anderen Konsolenherstellern und Gamern belächelt, hatte mit der Wii-Familien-Konsole und deren "Casual Games", die die ganze Famile vor den Fernseher rufen, durchschlagenden Erfolg. Sony will mit der lang angekündigten "Playstation Home" Online-Plattform für PS3 Besitzer Microsofts Onlinenetzwerk Xbox Live in den Schatten stellen. Wenn man sich die riesige, hochrealistische 3D-Welt anschaut, wird ihnen das evtl. auch gelingen...


Screenshot aus der aktuellen Beta-Version der Playstation(R)Home Plattform, in der sich PS3 Spieler treffen, miteinander spielen, chatten und shoppen gehen können. Eigener, individueller Avatar inklusive


Aktuelles Video eines "Developer Walkthroughs" durch PS Home

Ein Trend, der sich also über die verschiedensten Plattformen - Web und Spielekonsolen - hinweg verbreitet und zu einer schier unüberschaubaren Zahl von unterschiedlichsten Shared Virtual Environments führt, die momentan alle nicht miteinander kompatibel sind (mal von Second Life und Open Grid abgesehen, aber das betrachte ich als eine Plattform).

Wer braucht schon 3D?

Diese Frage erinnert mich nur an Mitte der Neunzigerjahre, als einige Leute fragten: Wer braucht denn ein World Wide Web? Etwas später fragten sie dann "wer braucht denn Video im Web?" und wieder später "Wer braucht denn Social Networks?". Ach ja:"Wie will Google jemals Geld verdienen". Meine Erklärung dazu schrieb ich Anfang Juli hier (englisch): Of course 3D will stick.

Kinder von heute wachsen mit Barbie Girls, Lego Universe, Virtual MTV und deren deutschen Derivaten auf, bedienen die Wii Station und deren Spiele ohne einen Blick ins Handbuch werfen zu müssen und sind es jetzt schon seit Jahren gewohnt, kleine pixelige Avatare durch fantasievolle Welten zu steuern. Teens und Twens lesen weder Zeitung noch gucken sie Nachrichten, stattdessen laden sie lieber selber Fotos und Videos, idealerweise vom Handy aus, in ihre "Community" - auf SchülerVZ, Facebook oder in ihre eigene YouTube/MyVideo/MySpace Seite. Mit unzähligen Webtools kreieren sie ihre eigene chaotisch/kreative Welt, laden Freunde und Freunde von Freunden ein und chatten, simsen und messagen.

Keine Nachrichtenseite kommt heutzutage mehr ohne Video, Kommentare und "Bookmark/Sharing"-Funktionen aus.

Die User von morgen (und heute) lassen sich nicht mit Text-Chat abspeisen und einigen werden die vorgefertigten, restriktiven Baukästen, aus denen man sich etwas zusammen klicken kann nicht ausreichen. Sie wollen die dritte Diemnsion.

Die Baukästen und die Rollenspiele mit festen Regelwerken werden Millionen Anhänger behalten, aber das Web 2.0 ist nutzergeneriert und diese Freiheit, selbst Kreativer und Publisher zugleich zu sein, werden sich die nachwachsenden Generationen nicht mehr nehmen lassen.

Nur dass es dann nicht nur bewegt und hörbar, sondern auch mobil und 3D sein muss. Und natürlich: Immer und überall online.

Jeder wird "Content" erstellen und verbreiten (und wenn es nur Buchtipps sind) - die Auswahl dessen und die Fähigkeit, vielen Menschen eine Art virtuelles Zuhause zu bieten, wo sie sich wohlfühlen und immer wieder gerne hinkommen, wird zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Nicht Content, sondern Community und Identity is King - und ich denke, dass grenzenlose Freiheit bei der Erstellung des Contents und der Repräsentation seiner selbst (Avatare, Profil) ein Schlüssel zum Erfolg von solchen Community-Plattformen sein wird. (Das geht von einem Bild/Video/Musik-Mix bis hin zu eigenen Kreaturen und Universen, siehe z.B. das neueste EA-Spiel Spore, wobei hier noch Baukastenprinzip herrscht).

Und um sowohl die eigene Identität als als eigene Kreationen und das virtuelle Büro oder Zuhause nutzen und teilen/zeigen zu können, muss man sie natürlich "mitnehmen" können. Wir brauchen also Gateways, standardisierte Übergänge zwischen Tausenden von verschiedenen virtuellen Welten - mindestens für den kleinsten gemeinsamen Nenner unserer Identität (Avatar und Profil) .

Stichworte hier sind Interoperabilität und Data Portability. Es gibt schon deutliche Anstrengungen in Richtung Vereinheitlichung und Akzeptanz von "social data" wie z.B. OpenID, OpenSocial und die Dataportability Group. Da arbeiten viele gute Leute dran, unter anderem auch welche, die sich in Web 2.0 und Web 3D, namentlich Second Life, engagieren (z.B. Blogger und Entrepreneur Christian Scholz aka Mr. Topf) und somit die dritte Dimension im Blick haben, wenn es darum geht, 2D- und 3D Räume zu verbinden. Pixelsebi hat auch zur Dataportability in virtuellen Welten (englisch) ein paar interessante Gedanken zusammengetragen.
Ein interessanter Ansatz - evtl. als Zwischenlösung - ist auch Myrl, eine Website, die eine Art web-basiertes Bindeglied zwischen den vielen virtuellen Welten werden will (Liste der Welten).

Ich träume davon, dass ich irgendwann je nach Lust und Laune (oder Aufgabe und Ziel) zwischen den verschiedensten virtuellen Welten hin- und herspringen kann, ohne über Plattformen und Plug-Ins nachdenken zu müssen - denn das wichtigste ist, wen ich treffe und warum - nicht womit. WEITERLESEN...

Freitag, 18. Juli 2008

Spore on the iPhone! Spore Origins will come out in the iPhone’s App Store on September 7th, the same day as the full game arrives for Mac and PC. Too bad that every species you create belongs to EA forever… (iPhone SDK) (via Gamerawr)

[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=u5xA8-XvjNk&eurl=http://www.joystiq.com/2008/03/07/video-spore-on-the-iphone/] WEITERLESEN...