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Sonntag, 13. September 2009

Mobile Augmented Reality: Eine kurze Geschichte der Zukunft von 1968-2009


Augmented Reality oder zu deutsch Erweiterte Realität, das Überlagern der physischen Welt mit Computergrafiken und Informationen aus dem Netz - ist die Zukunft. Jetzt gibt es einen detaillierten und spannenden historischen Rückblick der Entwicklung von Mobile Augmented Reality von 1968 bis heute, den das Christian Doppler Laboratory zusammengestellt hat.


Layar Android Handy Anwendung 2009 (oben: Ivan Sutherland 1968 mit dem ersten AR-System)

Danke an Hanspeter Füllemann alias @netexplorer für den Fund!

Full Blog Post: History of Mobile Augmented Reality >>
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Dienstag, 10. Februar 2009

Augmented Reality zum Mitnehmen: Locker aus dem Handgelenk die Welt dirigieren


Junge MIT-Studenten machen jede Wand in der U-Bahn, jedes T-Shirt und sogar die eigene Hand zur Projektionsfläche für wertvolle Daten aus dem Internet - Augmented Reality zum Mitnehmen.
Wenn Wirklichkeit und Computerinformationen miteinander verschmelzen, dann nennt man das Augmented Reality oder Erweiterte Realität. Bisher habe ich hier Beispiele vorgestellt, die entweder die reale Welt mit Computergrafiken, Animationen oder Informationen überlagern, indem man ein iPhone, eine Webcam oder eine futuristische Datenbrille benutzt. Aber was wäre, wenn man wirklich die Realität mit Zusatzinformationen überlagern würde - ganz ohne Bildschirm, Display, Brille oder Kamera? Und ganz ohne Tastatur, denn die Informationen steuert man durch elegante Handbewegungen in der Luft. Minority Report für unterwegs? Science-Fiction? Nicht mehr lange:

MIT-Studenten haben gerade auf der TED einen Prototypen vorgestellt, der genau das bietet. Die Studenten haben ein Internet-fähiges Smartphone in der Hosentasche und einen tragbaren Projektor mit Spiegel um den Hals. Damit wird die Titelseite der klassischen Tageszeitung um die Videoaufnahme der Einschwörung Barack Obamas erweitert, man erfährt beim ersten Kennenlernen, mit welchen Themen sich das Gegenüber beschäftigt, indem die Infos auf dessen T-Shirt projiziert werden, oder die neuesten Amazon-Bewertungen erscheinen direkt auf dem Deckel des Buches, das man gerade aus dem Regal nimmt (dabei spielt wohl noch ein RFID-Chip eine Rolle). Hier einVideo:




Die Handfläche wird zum Touchpad - das macht momentan nicht wirklich Sinn, aber sobald wir unsere Handies als Ohrringe oder Krawattennadeln tragen und gerade nicht laut sprechen können, ist diese Art des Wählens vielleicht doch ganz nützlich.

Darüberhinaus manipulieren die cleveren Studenten die Computerinhalte mit ihren Händen in der Luft, durch bestimmte einfache Gesten. Z.B. zaubert sich Pranav Mistry, das "Brain" hinter dem Projekt, im Video eine Uhr auf sein Handgelenk, wenn er wissen will, wie spät es ist.

Professorin Pattie Maes und und ihr Student Pranav gehören zur "Fluid Interfaces" Gruppe des MIT und verfolgen keinerlei kommerzielle Ziele. Allerdings gibt es laut WIRED bereits die ersten Mobilfunkhersteller, die in Handies integrierte Projektoren in Planung haben. Ich stelle mir ja eher eine Art Brosche vor (oder einen schicken Knopf für's Sakko?), denn die Idee des tragbaren Computers ist ja vor allem dann sexy, wenn man keine Gadgets mehr in die Hand nehmen muss.

The world at your fingertips bekommt plötzlich eine ganz neue Bedeutung :-)



In diesem Video trägt Pranav Mistry eine Kamera an seiner Basecap und macht Fotos mit einer Geste. Später genügt ihm jede Wand in der U-Bahn, um z.B. Freunden zu zeigen, was er gerade aufgenommen hat. Das kommt ja einem Befreiungsschlag im Business gleich: In der Geschäftswelt könnte das dazu führen, dass man endlich unabhängig ist von inkompatiblen Beamern, fehlenden Monitoradaptern oder Firewalls, die sich gegen Internet-Präsentationen verschworen haben.


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Dienstag, 27. Januar 2009

Augmented Mixed Reality: Second Life verlässt die Grenzen des Monitors



Das Human Interface Technology Laboratory hat ein interessantes Experiment mit Augmented Reality (AR = Erweiterte Realität) in Second Life durchgeführt: Anstelle die reale Welt mit 3D-Bildern und Animationen per Video zu überlagern (Beispiel zum selbst ausprobieren hier), wurde hier das Symbol, das als eine Art Platzhalter/Auslöser dient und normalerweise auf Papier ausgedruckt wird, auf einem Objekt in Second Life plaziert. Wenn man nun eine Videokamera auf den Bildschirm hält, scheint das 3D-Objekt aus dem Monitor hinauszuwachsen (siehe Video):


Augmented Mixed Reality: Second Life pops out from the Screen von cristiancontini auf Vimeo.

Während Wagner James Au, dem Autor des Buches "The Making Of Second Life", in seinem Blog keine praktischen Anwendungen für dieses technische Experiment einfallen, kam mir die folgende Idee:

Low-Cost Werbespots und Anzeigen für 3D-Produkte, Dienstleistungen oder Events produzieren
Wer einen Event in Second Life plant und diesen werbewirksam im "flat web", also in News, Blogs, YouTube, Sozialen Netzwerken wie Facebook, XING & Co. platzieren will, könnte mit dieser Technik einen "Hingucker" als Werbefilm produzieren - mit keinerlei Kosten und wenig Arbeitsaufwand. Oder wer 3D-Modelle verkauft. Oder Architekten, die virtuelle Rundgänge anbieten. Oder...?

Wozu könnte man die Technologie noch nutzen?
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Freitag, 5. Dezember 2008

Augmented Reality auf dem iPhone: Virtuelles Haustier zum Mitnehmen

Ein Augmented Reality Spiel für iPhone Besitzer befindet sich gerade in Entwicklung, das Video des Prototypen - ein virtuelles Haustier für unterwegs - gibt es schon mal als Vorgeschmack (siehe unten).

Wie immer installiert man zunächst eine kleine Applikation und druckt ein Symbol aus, das von der iPhone Kamera als Bezugspunkt erkannt wird, damit die Wirklichkeit - z.B. der Schreibtisch - mit 3D Animationen (z.B einer Trickfigur) - überlagert werden kann. Das Ganze nennt sich dann Augmented Reality oder Erweiterte Realität. Dann kann man dem kleinen virtuellen 3D Hund namens ARf jederzeit und überall Auslauf geben - iPhone und einKärtchen mit dem gedruckten Symbol vorausgesetzt. Die Macher des Spiels, Augmented Environments Lab, nutzen den iPhone Touchscreen, damit man ARf anstupsen und streicheln oder ihm Milch (?!) geben kann.



Mehr Info im Blog der Entwickler: Augmented Environments Lab: A Sneak Peek at ARf, an AR Virtual Pet game for the iPhone

Augmented Reality mal selbst ausprobieren: Eine Webcam und ein Drucker ist alles, was man braucht. WEITERLESEN...

Donnerstag, 27. November 2008

Augmented Reality für jedermann- mit Flash und Webcam geht's sofort

Ich hab ja in letzter Zeit ein paar Mixed Reality Beispiele in meinem Augmented Reality Channel auf YouTube gesammelt und ein paar aktuelle Lösungen in meinem englischen Blog vorgestellt. Jetzt kann man das Konzept ganz einfach selbst ausprobieren: Alles, was man dazu braucht, ist eine Webcam und Flash. Digital Pictures Interactive hat eine kleine grüne 3D-Figur mithilfe von Papervision3D zum Leben erweckt:


Papervision - Augmented Reality (extended) from dpinteractive on Vimeo.

Was man tun muss, um das Marsmännchen in der eigenen Hand zu halten:

1. Webcam einschalten
2. Auf diese Website gehen (ggf. runter scrollen)
3. Ein Symbol ausdrucken
4. Kamera auf das Papier-Symbol richten und Flash die Erlaubnis erteilen (siehe Anleitung im Digital Pictures Blog)

Voilá, der kleine grüne Alien erscheint auf der eigenen Hand oder auf dem Schreibtisch - je nachdem, wo man das Symbol hinbewegt. Funktioniert in jedem Browser (Flash muss installiert sein) und mit der billigsten Kamera.

Das ist nur eine technologische Demonstration, wie einfach man Augmented Reality Lösungen bereits heute einbinden kann. Sobald z.B. das iPhone Flash unterstützt, haben sehr viele Leute automatisch alles dabei, um Mixed Reality überall und jederzeit zu benutzen. Die "Trigger" (Symbole) können in Zeitschriften, Büchern, Broschüren und auf Plakaten abgedruckt werden und bieten so im wahrsten Sinne eine weitere Dimension. Gefragt sind jetzt kreative Köpfe in Agenturen und Unternehmen, die diese Technologie kennen, verstehen und daraus sinnvolle Konzepte entwickeln.

Eine andere niedliche Variante von AR für den Schreibtisch - die man sogar mit einem präparierten Stab anstupsen kann - heißt "Japanese Girlfriend" - Vint Falken, ebenfalls eine Reisende im Metaverse, zeigt sie in Aktion in ihrem Blog.
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Dienstag, 26. August 2008

Sony Playstation: EyePet - Your Virtual Pet (coming in late 2009)



via tangent » Sony Playstation: EyePet - Your Virtual Pet

Cute virtual pet for PS3, reacting in real-time to actions in front of the in-built camera "PlayStation Eye". We are talking about consumer-friendly Augmented Reality here.


From the press release:

What makes a pet real? Introducing EyePet, the virtual pet that follows your every movement and command…(...) Working in ‘Augmented Reality’, EyePet is fully aware of people in the room and will interact with you and your environment. Place an object in front of the camera that EyePet hasn’t seen before and it’ll know exactly what to do with it, give it something new and it’ll examine it thoroughly. Tickle it by waving your fingers in front of the camera: it laughs, poke it: it jumps, roll it a ball: EyePet chases around the screen after it. (...) WEITERLESEN...